Susanna Zurbrügg, Frutigen, Klettern Schaligrat

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Verheiratet mit Wilhelm, 4 Kinder

Beruf: Personal- und Ausbildungsverantw. Spitex Niesen, Bäuerin, Hausfrau

Hobby: Skitouren, Bergsport allgemein, joggen, lesen

Statement: Schon als Kind verspürte ich eine brennende Sehnsucht nach den Bergen - Berge im Abendlicht - welche Faszination übten sie auf mich aus! Den Postanhänger meines Vater`s, den er auf seiner Tour manchmal stehen lassen musste, holte ich nicht selten rückwärts gehend, nur um die rötlich eingefärbten Berge zu sehen.

Später, schon im Erwachsenen Alter, ging mir der Wunsch sie zu besteigen, in Erfüllung. Heute bin ich in der glücklichen Lage regelmässig in den Bergen unterwegs sein zu können. 

Was ist es aber, das mich immer wieder in die Berge zieht? Warum erlebe ich gerade in den Bergen diese intensiven Glücksgefühle?

● Zeit haben, innerlich zur Ruhe kommen, in Gedanken versunken sein. Dies erlebe ich vor allem, wenn ich im gemütlichen Stil, alleine unterwegs bin.

● Der Bergfrühling, der unverhofft auftauchende Steinbock, ein seltener Vogel, der Duft des Waldbodens, der sprudelnde Bergbach, der Regenbogen im Wasserfall... Welch  unglaubliche Vielfalt hat sich der Schöpfer einfallen lassen.

● Meine Grenzen ausloten, sei es konditionell oder technisch - vermeintliche Grenzen zu überwinden und plötzlich zu merken, es ist mehr möglich als ich gemeint habe.

● In Neue, mir unbekannte Gegenden vorstossen. In gespannter Erwartung was mich um die nächste Ecke, auf dem Grat oder auf dem Passübergang erwartet.

● In einer sternenklaren Nacht unter freiem Himmel schlafen, die Farben des Himmels eines neu anbrechenden Tages bestaunen, die ersten Sonnenstrahlen und deren Wärme auf meiner Haut spüren. 

● Das Glitzern des Schnees und das Privileg Spuren in einen frisch verschneiten Hang ziehen zu können.

● Mit Menschen unterwegs sein die mir viel bedeuten, gute Gespräche und die fröhliche, unbeschwerte Runde in der Hütte bei einem Glas Rotwein.

● Eine eingespielte Seilschaft, welche mit wenigen Worten funktioniert und von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. 

● Der Moment der Gipfelankunft - ein unbeschreibliches Gefühl - besonders nach einer anspruchsvollen Route, oder wenn ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung geht.

● Der Blick von der Hüttenterrasse aus zurück zum Gipfel - und der halbe Liter Apfelschorle der die ausgetrocknete Kehle hinunter rinnt.

Dass ich die Gesundheit und die Möglichkeit habe, all diese schönen Momente zu geniessen, dafür möchte ich meinem Schöpfer danken und IHM alle Ehre geben!